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2017… ein neues Jahr ein neuer Plan. Wer kennt das nicht? Manchmal kommt es irgendwie einfach etwas anders als gedacht.

Im letzten Bericht haben wir davon geschrieben wie wunderbar eine DTS ist und das es nach der Weihnachtspause für uns nach Uganda gehen wird. Nun, Weihnachten ist vorbei und wir sind immernoch in Deutschland. Was ist denn da passiert?

Eigentlich ist es ganz einfach:

Wenn man nach Uganda fliegen möchte braucht man eine Gelbfieber Schutzimpfung, die für den erwachsenen Körper ganz schön heftige Nebenwirkungen haben kann. Nun sind wir ja aber nicht nur erwachsene Menschen in unserem kleinen Heer, sondern es gibt ja auch den Minimenschen Philemon und der hat bisher noch nicht so viele Impfungen bekommen in seinem Leben. An sich ist das echt gut, aber die Ärzte die uns in Hinblick auf Afrika beraten haben, stellten dann eben auch fest das der süße Knopf ja auch noch keine Impfung gegen Mumps Masern Röteln hat und das hätte dann ganz praktisch bedeutet, dass man 2 heftige Impfungen mit „lebend-Impfstoff“ gleichzeitg geben müsste. Der beratende Arzt hat uns dringenst empfohlen NICHT nach Uganda zu fliegen und wenn wir uns doch entschieden hätten die Impfungen durch zu ziehen und zu fliegen, dann hätte er die Impfungen auch nicht gemacht, sondern uns zum Tropeninstitut geschickt weil er die Verantwortung für das Risiko der Impfschäden/Nebenwirkungen nicht tragen wollte. Philemon war zudem auch noch richtig krank, was zur Folge hatte, dass der Zeitplan der Impfungen nicht eingehalten werden konnte, so dass wir überhaupt keinen Frieden mehr im Herzen, sondern ziemliche Bauchschmerzen hatten wenn es um die Uganda Vorbereitungen ging.

Lange Rede kurzer Sinn: Wir sind als Familie für unseren praktischen DTS Einsatz in Deutschland geblieben.

Wir sind super dankbar dafür, dass die tollen Leute im Leitungsteam von JMEM Altensteig so mega flexibel und verständnisvoll und auf uns zukommend reagiert haben. Gemeinsam haben wir einen alternativen Plan gestrickt damit ich ganz offiziell trotzdem alle Anforderungen der DTS erfülle und es auch mit dem Mama sein und Philippus seiner Arbeit unter einen Hut passt. Und ich staune immer wieder: Es passt richtig gut! Und es macht sogar voll Spaß!

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Was mach ich dann jetzt so den ganzen Tag im frostig kalten- weiß verschneiten Altensteig, während der Rest meines Teams in afrikanischer Hitze schwitzt? Ganz unterschiedliche Sachen mach ich!

Ich bin in einer Bücher AG in der Grundschule mit der Pastorin mit dabei, mit dem Pfarrer bin ich im Religionsunterricht in einer 5ten Klasse, ich hab bei einem Schüler Bibelkreis auf einem Wochenend Ausflug einen Input gegeben, im Jugendhaus bin ich zweimal die Woche zur Hausaufgaben Betreuung und im offenen Jugendtreff, im staffmeeting der Mitarbeiter bin ich mit dabei, ich helfe mit eine Tour durch Deutschland zu planen, bei den wöchentlichen Treffen von „Kings Kids“ bin ich mit dabei, die Konfirmanden Freizeit möchte mich gerne dabei haben und die Jungschar ebenfalls, bei einer Konferenz in Leipzig werden wir als Teilnehmer Anfang Februar dabei sein und der ganz normale Wahnsinn Alltag mit Kleinkind läuft auch noch weiter wie gewohnt mit Krabbelgruppe, Omabesuchen und ersten Lauf-versuchen von Philemon. Es ist teilweise sehr herausfordernd und neu, andererseits kann ich viel aus meinen Erfahrungen und Begabungen schon mitbringen und vertiefen. Ich lerne und wachse und es ist wie immer spannend.

Philippus arbeitet weiter fleißig am neuen Verein und an den finanziellen Jahresabschlüssen für JMEM Deutschland und er ist der coolste Papa der Welt!! (Finden Philemon und ich) Und er ist ein großartiger Ehemann!! (Finde ich)

Anfang März werden dann alle meine Mit-DTS-Studenten auch wieder hier sein und es geht in die letzte Phase der Jüngerschaftsschule, die dann am 25.März mit der höchst offiziellen „Graduation“ also der Abschlußfeier endet.

Wie es dananch für uns als Heer weitergeht wissen wir noch nicht. Es gibt mehrere Optionen aber bisher haben wir noch keine Entscheidung getroffen. So genießen wir es im jetzt und hier zu leben, gehen viel spazieren in der wunderschönen knackig kalten Winterlandschaft und freuen uns des Lebens.

Jetzt seid ihr wieder auf dem laufenden 🙂